»Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Unruhe. Darüber klagen manche Menschen, die in der Nähe von Handymasten leben. Das Forum Mobilkommunikation, das von den Mobilfunkbetreibern bezahlt wird, war diesmal in Kärnten unterwegs. Die Messtechniker wollten wieder einmal beweisen, dass die Strahlung ungefährlich sei und nur Angst gemacht werde. Doch Umweltmediziner legen neue Gegenbeweise vor.«
„Die Bundesregierung hat das Ziel ausgegeben, bis 2018 flächendeckend Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde zu ermöglichen. Bundesweit sind solche schnellen Zugänge aktuell für ungefähr zwei Drittel der Haushalte verfügbar. Vor allem in dünn besiedelten Gebieten soll die Abdeckung über mobiles Breitband erfolgen statt über vergrabene Kabel. Eine Vollabdeckung mit 50 Megabit erfordert laut Schätzungen Investitionen von bis zu 20 Milliarden Euro.“
Für den Ausbau des mobilen Internets sollen die bisherigen DVB-T – Frequenzen um 700 MHz genutzt werden, dieses wird durch die Nachfolgetechnologie DVB-T2 ersetzt. Hersteller von zum Empfang notwendigen Receivern dürften sich über einen hohen Absatz freuen, die beiden Standards sind nicht miteinander kompatibel.
Zwei New Yorker Künstlerinnen haben die sonst unsichtbaren Keime in unserer häuslichen Umgebung auf ihre Weise sichtbar gemacht. Eine interessante Perspektive.
„Die größte Auswirkung hatte das Lesen auf elektronischen Geräten auf das Schlafhormon Melatonin: Dessen Ausschüttung wurde um 55 Prozent vermindert. Am fünften Abend des E-Book-Lesens war die Melatoninkurve, die den Schlaf-Wach-Rhythmus anzeigt, um 1,5 Stunden gegenüber den Abenden mit gedruckter Lektüre nach hinten verschoben. Zur festgelegten Schlafenszeit um 22 Uhr waren die E-Book-Leser deshalb viel wacher. … Bedenklich sei die Reaktion des Körpers vor allem deshalb, weil eine verringerte Melatoninproduktion unter anderem das Risiko für Krebserkrankungen des Darms, der Brust und der Prostata erhöhen könne, heißt es weiter. Dies hätten Untersuchungen ergeben, die inzwischen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt seien.“
In einem Beitrag des TV-Senders „Arte“ beschreibt die belgische Abgeordnete der Grünen und ehemalige Umweltministerin der Region Brüssel, Evelyne Huytebroeck, die Schwierigkeiten auf dem Weg zur Umsetzung niedrigerer Grenzwerte für Mobilfunkstrahlung.
Aus dem Dossier: Die Ermittlung der Woche deckt auf, wie die Telefonbetreiber versuchen, jede Initiative zur weiteren Regelung der elektromagnetischen Strahlung zu blockieren. In ganz Europa steigt die Anzahl der Menschen, die elektrosensibel sind. Wie Pilze schießen Organisationen aus dem Boden, die vor den gefährlichen Wellen und dem Bau von Funkmasten warnen – doch die Netzbetreiber setzen ungestraft ihre Spielregeln durch. Sie drohen den Bürgermeistern mit Klagen, umgehen das Vorsorgeprinzip, verhindern die Einrichtung so genannter „weißer Zonen“ und beeinflussen wissenschaftliche Studien. Nun wird bald die fünfte Generation der Mobilfunknetze eingeweiht, der Gesetzgeber muss dringend handeln.
Seit jeher verändert sich das Lichtspektrum des natürlichen Lichts abhängig von der Tageszeit: Morgens ist noch ein erhöhter Rotlichtanteil (Sonnenaufgang) zu verzeichnen, welcher rasch abnimmt und einem höheren Blaulichtanteil Platz macht. Mittags ist der Blaulichtanteil am größten, bevor er im Laufe des Nachmittags wieder abnimmt und bis zum Sonnenuntergang verschwindet – dann sind wieder die Rotlichtanteile dominant, bis es dunkel wird.
Unser Organismus hat sich im Laufe der Evolution auf diesen tageszeitlichen Lichtwechsel nicht nur perfekt eingestellt, sondern er funktioniert auch am besten, wenn wir unseren Tagesablauf am Tageslicht orientieren: Nachts haben wir (im Normalfall) einen erhöhten Melatoninspiegel, was bewirkt, daß wir gut schlafen und erholt aufwachen – Melatonin wird daher auch als das Schlafhormon bezeichnet. Melatonin wird in der Zirbeldrüse produziert, und das fast ausschließlich in der Nacht, bei Dunkelheit.
Tagsüber hingegen wird, wenn in ausreichender Menge helles Licht auf unsere Netzhaut trifft, weniger Melatonin ausgeschüttet. Am stärksten ist dieser Effekt in der Mittagszeit, wenn auch der Blaulichtanteil des Tageslichts besonders hoch ist. Zum Abend hin nimmt mit abnehmendem Blaulicht- und dafür zunehmendem Rotlichtanteil die Melatoninproduktion wieder zu und wir werden schläfrig – ganz im Sinne der Natur.
Die Nutzung von modernen Smartphones, Tablets oder Laptops nach Einbruch der Dunkelheit vermindert durch den hohen Blaulichtanteil der Bildschirmbeleuchtung jedoch die Auschüttung von Melatonin, und so bleiben wir – ähnlich der Wirkung einer Tasse Kaffee – länger wach, weil wir keine Müdigkeit verspüren. Die Verwendung von Brillen mit Blaufilter (eine handelsübliche, gelbe (Nachtfahr-)Brille eignet sich erfahrungsgemäß ebenso) kann Abhilfe schaffen und unseren Schlafrhythmus unterstützen.