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Empfehlenswerte Hygienemaßnahmen für Waschmaschinen



Eine aktuelle Studie der Fachzeitschrift „Microorganism“ beschreibt die Zusammenhänge zwischen der bakteriellen Besiedlung von Waschmaschinen und der Temperatur der Waschgänge, auch eine dadurch erfolgende Kontamination der Wäsche wurde beobachtet. Ein Anteil von 30-60% der 10 am häufigsten nachgewiesenen Bakterienstämme sind potentiell krankmachend. Aus praktischer Erfahrung möchte ich hinzufügen, daß nicht nur die Besiedlung mit Bakterien, sondern auch jene mit Hefepilzen eine wichtige Rolle spielt.


Gerade die Einspülkammer und die Bullaugendichtung der Waschmaschine sind in vielen Haushalten von einem sogenannten Biofilm bedeckt, der meist aus Bakterien und Hefepilzen besteht. Eine gründliche, mechanische Reinigung der befallenen Oberflächen in Kombination mit regelmäßigen Waschgängen bei einer Temperatur von 90°C und mehr schaffen hier eine deutliche Verbesserung.


Um der Entstehung von Biofilmen vorzubeugen ist es empfehlenswert, nach jedem Waschen die Schublade der Einspülkammer ganz herauszunehmen, mit Küchenkrepp abzutupfen und liegend trocknen zu lassen. Auch die Einspülkammer selbst sowie die Bullaugendichtung sollte mit Küchenkrepp oder einem anderen, geeigneten Material trockengewischt werden, anschließend sollte die Waschmaschinentür und die Einspülkammer bis zur vollständigen Trocknung geöffnet bleiben. Waschgänge bei 90°C oder mehr sollten ebenfalls regelmäßig durchgeführt werden. Auf diese Weise ist eine neue Waschmaschine auch Jahre nach der Anschaffung noch sauber und geruchsfrei.


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Keimschleuder Nr. 1 in unseren Haushalten: Der Küchenschwamm

In den meisten Haushalten kommt er in der ein oder anderen Form zum Einsatz: Der Küchenschwamm. Oft wird er benutzt, bis er recht unansehnlich geworden ist – mikrobiologisch auffällig wird er jedoch schon nach mehreren Tagen der Nutzung: Wissenschaftler haben Keimzahlen so hoch wie in Fäkalproben nachgewiesen. Feuchtigkeit, Wärme (gerade jetzt in den Sommermonaten), eine aufgrund der vielen Poren große Oberfläche  und ein durch die Verwendung beim Spülen oder anderen Reinigungstätigkeiten in der Küche entstehendes Nahrungsangebot für Bakterien und Hefepilze sorgen für ein explosionsartiges Wachstum verschiedenster Keime.

Auch das regelmäßige Erhitzen der Schwämme in der Mikrowelle oder das Waschen mit heissem Wasser führt laut einem aktuellen Artikel auf n-tv.de nicht zu mehr Hygiene. Spätestens nach einer Woche sollte er also gegen einen neuen ausgetauscht werden.

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